„Wir müssen ihre Stimme sein”: Der bange Blick aus Berlin nach Iran

„Jin, Jiyan, Azadi“, zu Deutsch „Frau, Leben, Freiheit“ – das rufen seit über zwei Monaten Iranerinnen und Iraner und Menschen, die sich mit ihnen solidarisieren, überall auf der Welt. Eine von ihnen ist die 43-jährige Niloufar O. aus Nord-Reinickendorf. Mit ihr sprach ich im Interview darüber, wie sie sich angesichts der aktuellen Protestwelle, die im Iran gewaltsam niedergeschlagen wird, fühlt, worum es den Menschen im Land geht und warum wir uns auch hier in Deutschland dafür interessieren sollten.

„Hast du dich gefragt, warum wir sitzen?“ - Besuch im Gefangenentheater der JVA Tegel

„Ich bin zum ersten Mal so richtig glücklich, seitdem ich hier bin“, sagt Nicolas nach dem Stück. Seine Augen strahlen, als wir uns am reich gedeckten Büfett hinter der Sitztribüne unterhalten. Am stärksten frequentiert: die Box mit den Haribo-Fruchtgummis. Wir befinden uns im Freistundenhof der leerstehenden Teilanstalt III in der JVA Tegel, der Justizvollzugsanstalt in Berlin-Tegel. Die Premiere der neuen Produktion des Berliner Gefängnistheaterprojekts Aufbruch war ein voller Erfolg.

Ungarn in Baden-Württemberg: Ein Platz auf der Welt

Seinen Blaumann hat er in die Waschmaschine gestopft, jetzt sitzt Miklós Kovács, 31, müde nach der Nachtschicht am Wohnzimmertisch seiner Zweizimmerwohnung in der Besigheimer Altstadt und raucht. Vor knapp zwei Jahren ist er von Südungarn nach Süddeutschland gezogen. Kovács arbeitet am Fließband und an der Kunststoffspritzgussmaschine. Er zückt sein Handy: „Ich zeig dir was.“ Er ruft eine App auf: Das Display zeigt 6,3 Kilometer an. „So viel bin ich neulich Nacht bei der Arbeit gelaufen, nur neben der Maschine, immer auf und ab.“

MARCO POLO Reiseführer Budapest

Es lässt sich drehen und wenden, wie man will, von oben, von unten oder vom Wasser der Donau aus betrachten - Budapest bleibt immer schön. Und das mit all seinen Macken: dem bröckelnden Putz hundertjähriger Gebäude, der umstrittenen Politik, die in seinem Parlament gemacht wird, den eigensinnigen Hauptstadtbewohnern mit ihrer tief verwurzelten Melancholie. Wer sich einmal nachts auf der Fischerbastei von den Lichtern der Stadt hat hypnotisieren lassen oder tags per Straßenbahn über die Freiheitsbrücke gerattert ist, der ist - zack! - schwer verliebt.

Wie diskriminierend ist Berlin-Reinickendorf?: „Hakenkreuze, Angriffe, transfeindliche Sticker“

Das „Register Reinickendorf“ erfasst und dokumentiert im Berliner Norden extrem rechte und diskriminierende Vorfälle. Es ist Teil des Netzwerks der Berliner Registerstellen – das erste Register entstand im benachbarten Berlin-Pankow 2005, in Reinickendorf existiert die Dokumentationsstelle seit 2015. Ein Gespräch mit Ina Glaremin und Maren Morgenrot über ihre Arbeit.
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